
Abnäher
Eine Stoff-Falte, die in Form eines Keils oder einer Raute abgenäht wird. Sinn und Zweck des Abnähers: Ein Kleidungsstück besser an die Körperform anzupassen. Man findet Abnäher daher häufig im Bereich der Brust, der Taille bzw. der Hüfte. Bei Herrenkleidung wird der Abnäher auch Sisson oder Cisson genannt.
Ajour
Sammelbegriff für Gewebe und Gewirke mit feinen, stickereiähnlichen Durchbrüchen, die an Hohlsaumstickereien erinnern, aber meist durch Bindungstechniken wie z.B. Dreherbindung, Aidabindung oder das Aussparen von Kett- und/oder Schussfäden entstehen.
Alkantara
Hochwertiges, japanisches Velours-Lederimitat, das aus einem kunstharzvernetzten Trägermaterial, einem Wirkfaservlies aus 60% Polyester-Mikrofaser und aus einer doppelseitigen Beschichtung mit Polyurethan besteht.
Allover-Druck
Bezeichnet Muster, die über die ganze Fläche einer Textilie oder eines Kleidungsstücks verteilt sind. Diese Muster können gewebt, gestickt oder gedruckt sein. Manchmal verlaufen sie auch ineinander oder übereinander.
Alpaka
Feine, weiche und leicht glänzende Wolle des südamerikanischen Schafkamels, die sehr haltbar ist und deshalb oft bei Sakkos sowie für hochwertige Streichgarne der Kamelhaarart verwendet wird.
angeschnittene Ärmel
Bei dieser Fertigungstechnik wird der Ärmel in einem Stück mit den Oberteilen des Kleidungsstücks geschnitten. In diesem besonderen Fall besteht keine Naht zwischen Ärmel und Kleidungsstück. Ein typisches Beispiel für einen angeschnittenen Ärmel ist der Fledermausärmel.
angesetzter Bund
Der Bund ist der Taillenabschluss an Hosen, der (zusammen mit der Beinlänge) die Hosengröße bestimmt. Ein angesetzter Bund ermöglicht einen sauberen Abschluss bei Hosen. Seine normale Breite beträgt etwa 3 - 4 cm.
Animal Print
Druckmuster in Tierfell- bzw. Tierhaut-Optik wie zum Beispiel Tiger, Zebra, Leopard, Krokodil oder Schlange.
Applikation
Schmuckornamente auf Kleidungsstücken, die aufgeklebt, aufgebügelt oder aufgenäht werden und der Verschönerung bzw. Dekoration dienen. Als Materialien eignen sich besonders bunte Leder-, Filz- oder Stoffstückchen sowie farbige Steine, Federn und Pailletten.
Asia-Style
Seide, Spitze, Drachen- oder Blumenmuster, eine klare Linienführung und außergewöhnliche Details zeichnen diesen Stil aus. Zu den Details zählen z.B. Knebel-Verschlüsse, Stehkragen, V-Ausschnitt und die typischen Seitenschlitze.
Atlasbindung
Satin ist das bekannteste Atlasgewebe, weshalb oftmals auch von Satinbindung gesprochen wird. Die besondere Webtechnik sorgt für einen besonderen Glanz, abhängig vom Lichteinfall. Dabei ist eine Seite immer matt und eine glatt.
atmungsaktiv
Materialien, die Wind und Regen abweisen, aber gleichzeitig dampfförmige Feuchtigkeit wie Schweiß nach außen entweichen lassen. Es gibt 1. mikroporöse Materialien, bei denen Feuchtigkeit durch kleine Poren entweichen, aber kein Wasser eindringen kann und 2. kompakte Materialen, die Wasserdampfmoleküle aufnehmen und auf elektrochemischem Weg durch das wasserdichte Material nach außen transportieren.
Ätzdruck
Bei diesem Verfahren werden partiell Pasten auf gefärbten Stoff aufgetragen, die an den jeweiligen Stellen Farbe wegätzen. Durch das Hinzufügen zur Paste von Farbstoffen, die nicht durch die Ätzpaste angegriffen werden, ergibt sich die Buntätze.
Ausbrenner
Allgemeinbezeichnung für Gewebe aller Art aus Mischfasergarnen, bei denen ein Faserteil mustermäßig herausgeätzt wird. Es entstehen dichte Muster auf durchscheinendem Grund.
Babycord
Baby-Cord oder Feincord ist dem herkömmlichen Cord recht ähnlich, weist aber eine feinere Struktur auf; die Rippen sind nur etwa halb so breit und flacher. Das Gewebe ist aus Baumwolle oder Baumwoll-Mischungen gefertigt und wird meist für Hemden, Hosen oder Jacken verwendet. Babycord neigt zu Glanzstellen, daher lohnt es sich, ihn immer von links zu bügeln!
Basic
Mit dem englischen Begriff werden einfache Basis-Kleidungsstücken umschrieben, die vielseitig kombinierbar sind und grundsätzlich in keinem Schrank fehlen dürfen. Dazu gehören vor allem T-Shirts und Hosen, aber auch Rollis, Jacken und Röcke.
Batikdruck
Bezeichnung für einen Stoffdruck, der nach einer alten handwerklichen Stoffdrucktechnik hergestellt wird. Beim Batikdruck wird auf Stoff mit Wachs ein Muster aufgetragen, das nach dem anschließenden Einfärben sowie der Entfernung des Wachses in der ursprünglichen Stoff-Farbe erscheint.
Batist
Feines, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle, Leinen, Wolle oder Baumwolle/Polyester. Findet Verwendung für u.a. Kleidung, Blusen und Wäsche. „Schweizer Batist“ weist eine Lochstickereimusterung auf, die meist bordürenartig angeordnet ist.
Bengalin
Ein pflegeleichtes Mischgewebe, das aus verschiedenen Anteilen an Elasthan, Polyester und Viskose besteht.
Bermudas
auch Bermuda Shorts; Verkürzte Hosen, die knapp über den Knien enden. Sie verdanken ihren Namen den Bermuda-Inseln, haben inzwischen aber mehr Anhänger in der übrigen Welt als in ihrer Heimat.
Beschichtung
Einseitiger Aufstrich von filmbildenden Substanzen auf ein Gewebe oder Gewirke zur Erzielung einer Oberfläche mit bestimmten Gebrauchseigenschaften oder mit einem neuen Warenbild (z.B. Kunstleder oder Knautschlack).
Bewegungsfalte
Eine Falte, die mittig in das Rückenteil von z.B. Hemden oder Blusen eingearbeitet ist. Viele Designer arbeiten Bewegungsfalten ein, um mehr Bewegungsfreiheit gewährleisten zu können. Dabei wird das mittlere Rückenteil etwa 2 - 3 cm von der eigentlichen Stoffbruchstelle entfernt zugeschnitten und beim späteren Annähen einfach als Falte gelegt.
Bi-Stretch
Stretchstoffe, die sich nicht nur in eine Richtung elastisch sind, sondern sich sowohl längs als auch quer dehnen lassen, ohne dabei die Grundform zu verlieren. Dadurch ergibt sich ein besonders bequemer Tragekomfort.
Biesen
Breite, farbige Stoffstreifen, die in die Nähte von Kleidungsstücken mit eingenäht werden und als Dekorelemente dienen. Die auffälligen Streifen waren früher Erkennungszeichen für Dienstränge beim Militär.
Blazer
Ursprünglich eine Clubjacke mit großen aufgesetzten Taschen, aufgesticktem Wappen und Metallknöpfen verdankt der Blazer seinen Namen dem französischen Blason (= Wappenschild). Das Wort Blason bezieht sich auf die gestickten Wappen, die früher das Markenzeichen in Clubs der Upperclass waren. Heute ist der Name allgemein gebräuchlich für leicht taillierte Jacken mit Reverskragen.
Blazerjacke
Saloppe Variante des Blazers. Die Blazerjacke ist mit einem Revers ausgestattet, aber anders als der kurze Blazer länger geschnitten und nicht ganz so stark tailliert. Meist geht die legere Jacke über die Hüfte und ersetzt an wärmeren Tagen Jacke oder Mantel.
bleached denim
Der englische Ausdruck für hell gebleichten Blue Denim bezeichnet neue Jeans, die auf alt getrimmt sind. Früher wurde dafür Chlor verwendet, heute verwendet man aus ökologischen Gründen Glucose.
blue denim
Das Gewebe von Blue Denim besteht aus kräftiger Baumwolle, genauer gesagt aus gefärbtem Kettgarn und weißem Schussgarn. Die Herstellung erfolgt auf dem Webstuhl, wobei Kett- und Schussgarn kombiniert werden. Durch das Verfahren der Kettköperbindung bekommt der Stoff die typische Diagonalstruktur mit der blauen Oberseite.
Bordüre
Gemusterte Streifen, die als textiler Schmuck gedacht sind. Bordüren gibt es in den verschiedensten Formen: als Litzen, Bortenapplikationen oder Posamenten. Diese wohlklingenden Namen stehen für gewebte oder genähte Arbeiten. Bordüren findet man u.a. an Decken, Tüchern, Röcken, Hosen, Ärmeln und am Ausschnitt von Blusen oder Hemden.
Bouclé
Bezeichnung für Garne oder Gewebe, die durch Verwendung von Effektzwirnen mit schlingenförmigen Verdickungen eine noppige Oberfläche erhalten.
Brokat
Schweres jacquardgemustertes Gewebe oft aus edlen Garnen und häufig mit Glanzfäden durchsetzt. Brokat wird für festliche Kleidung und Dekostoffe verwendet.
Bügelfalte
Die V-förmige Falte an der Vorder- und Rückseite von Hosen war ehemals ein Privileg der Männer ist aber inzwischen zum modischen Stilmittel beider Geschlechter geworden. Um Bügelfalten haltbar zu machen, werden sie in einem besonderen Verfahren mit speziellen Harzen gestärkt.
Bund
Geläufiger Begriff für den Taillenabschluss an Damenröcken, Damenhosen und Herrenhosen. Der Bund kann angesetzt, angeschnitten, verstärkt oder rutschfest ausgestattet sein.
Bündchen
Bei Oberteilen wird der Bund in der Regel Bündchen genannt: Ein Bündchenärmel ist ein angesetzter Ärmelabschluss.
Camouflage
Das französische Wort Camouflage bedeutet u.a. Tarnung und bezeichnet in der Mode einen unruhig-fleckigen Tarndruck. Das unruhige Muster in den Farben der Natur oder auch in Trendfarben ziert so gut wie alle Arten von Textilien darunter Hosen, Jacken, Rucksäcke und Taschen.
Canvas
auch Canevas; Canvas bedeutet übersetzt Leinwand oder Segeltuch und beschreibt ein strapazierfähiges, segeltuchähnliches Gewebe, das meist aus Baumwolle hergestellt wird und durch seine Leinwandbindung besondere Stabilität erhält. Canvas wird daher häufig für Jeans, Jacken oder Stoffschuhe verwendet.
Cardigan
Ein- oder zweireihig geknöpfte, kragen- und bundlose Jacke mit V-Ausschnitt.
Cargo Style
Moderichtung im Stil der Arbeitsbekleidung: extrem weite Jacken und Hosen im Worker-Style, die sportlich geschnitten sind und viel Bewegungsfreiheit lassen. Die aufgesetzten Blasebalgtaschen bei den Hosen bieten eine Menge Platz für allerlei Ladung (englisch: cargo), was dem Stil seinen Namen gab.
Carmen-Ausschnitt
Weiter Ausschnitt, der an die Oberteile spanischer Flamenco-Tänzerinnen erinnert. Charakteristisch für den Carmen-Ausschnitt ist ein schulterfreies Dekolleté mit einem über die Oberarme verlaufenden, waagerechten Ausschnitt, der oft von Rüschen oder einem Volant eingefasst ist.
Casual Style
Aus dem Englischen kommender Überbegriff für legere, lockere Freizeitmode. Inzwischen hat der Casual-Style auch Akzeptanz im Büro- und Businessleben gefunden und hält meist die Waage zwischen bequem und sportlich. Kleidungsstücke im Casual-Style dürfen leger sein - trendige Sportjacken und Cargo-Hosen sind erlaubt, aber die Jogging-Hose muss zuhause bleiben.
Casual-Mode
Eine bequeme und lässige, aber nicht nachlässige (Freizeit-)Mode, die auf alle formellen Details verzichtet.
Changeant
Gewebe mit unterschiedlich farbigen Längs- und Querfäden, das je nach Lichteinfall und Blickwinkel in verschiedenen Tönen schillert.
Changierend
Ein changierender Stoff ist ein zwei- oder mehrfarbig schillerndes Gewebe, das seinen Glanz der raffinierten Verwebung von verschiedenfarbigen Kett- und Schussfäden verdankt. Changierende Stoffe sind sowohl aus hochwertigen Natur- wie aus Kunstgarnen hergestellt und schillern je nach Blickwinkel oder Lichteinfall in den verschiedenen Farben, der verwendeten Garne.
Chenille
Bezeichnung für samtigen oft flauschigen Effektzwirn.
Chiffon
Zartes, durchsichtiges Gewebe in Tuchbindung mit kreppiger Oberfläche und sandigem Griff. Das dünne Gewebe wird sowohl aus hochwertigen Naturfasern als auch aus Chemiefaser-Endlosgarnen gefertigt. Der elegante und zarte Stoff wird hauptsächlich zur Fertigung von z.B. Schals, Nachtwäsche und Blusen und ähnlich leichten Kleidungsstücken verwendet.
Chino
Bequeme Sommerhosen aus Baumwolle. Aufgrund ihres leichten Twill-Stoffs freut sie sich als Freizeithose größter Beliebtheit.
Chintz
Gewebe, das einen Hochglanzcharakter hat, der wie gewachst wirkt. Um den Effekt dauerhaft zu bewahren, wird das Gewebe beschichtet.
Colour Blocking
auch farbflächiger Druck; Bezeichnung für das Aneinandersetzen von kontrastierenden Farbflächen.
Cord
Ein sportlich wirkender Rippensamt, dessen Rippen unterschiedlich breit sein können.
Crash
Ausrüstung vorgeknitterter Stoffe in feinfädiger Qualität (Naturseide oder Chemiefaser). Crash-Knitter verlaufen, im Gegensatz zu Crincle, wahllos in Kett- und Schussrichtung und sind deutlich ausgeprägt.
Crinkle
auch Crincle; Bezeichnung für Textilien, die flache, feine modische Knitterfalten aufweisen. Als Stoffe verwendet man hauptsächlich Baumwolle oder Baumwoll-Mischungen mit Seide oder Kunstfasern. Der feine Knittereffekt entsteht durch Wärmebehandlung. Kleidungsstücke in Crinkle-Optik aus reiner Naturfaser vertragen zwar einige Waschgänge, aber nur mit synthetischen Garnen lässt sich ein dauerhafter Knittereffekt erzielen.